Bei der FCI lief er zuerst unter einem anderen Namen. Registriert wurde die Rasse am 19. Juni 1965 als Illyrischer Laufhund, erst der heute gültige Standard von 1973 nennt sie Stichelhaariger Bosnischer Laufhund, genannt Barak. Der Name passt zu seinem Haar: lang, hart, struppig und zerzaust.
| FCI | Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.2 Mittelgroße Laufhunde, Standard Nr. 155, mit Arbeitsprüfung |
|---|---|
| Ursprungsland | Bosnien |
| Größe (Widerrist) | Rüden 46 bis 56 cm, Idealmaß 52 cm; Hündinnen ein wenig kleiner |
| Gewicht | 16 bis 24 kg, Idealgewicht 20 kg |
| Lebenserwartung | keine belastbare Studienzahl gefunden (N/V) |
| Fell | lang, hart, struppig und zerzaust, mit reicher Unterwolle; buschiger Schnurrbart und Bart |
| Farben laut Standard | weizengelb, gelbrot, erdgrau oder schwärzlich, oft mit weißen Abzeichen an Kopf, Kehle, Brust, Läufen und Rutenspitze; auch zwei- oder dreifarbig; Schokoladenbraun und Schwarz ausgeschlossen |
Struppig mit Absicht
Der Standard beschreibt einen robusten Hund mit langem, mäßig breitem Kopf von 20 bis 25 cm Länge, ausgeprägten buschigen Augenbrauen und einem Ausdruck, der ernst und streng, aber auch fröhlich wirkt. Der Körper ist um ein Zehntel länger als hoch. Bei Größe und Gewicht lässt der Standard viel Spielraum, nennt aber Idealwerte: 52 cm für Rüden, 20 kg Gewicht.
Mut, Ausdauer und eine tiefe Stimme
Zum Wesen sagt der Standard nur wenige Worte: lebhaftes Temperament, mutig und ausdauernd. Unter Verwendung steht ein guter, widerstandsfähiger Laufhund mit voll tönender, teils tiefer Stimme. Mehr Beschreibung gibt es nicht, und daraus lässt sich vor allem ablesen, wofür er gezüchtet ist: für lange, selbstständige Arbeit auf der Spur, hörbar über weite Strecken.
Was er von deinem Tag verlangt
Ein Barak will draußen sein und die Nase einsetzen. Lange Wanderungen, Fährtenarbeit und Suchspiele an der Schleppleine füllen seinen Tag, wenn er nicht jagdlich geführt wird. Sein Spurwille ist der Grund, warum Freilauf in Wald und Feld kaum planbar ist.
Ein Fell, das Kletten sammelt
Das harte Haar mit der dichten Unterwolle schützt gut, hält aber Kletten, Grannen und Schmutz fest. Wöchentlich gründlich bürsten, im Fellwechsel häufiger, und Bart sowie Pfoten nach jedem Ausflug durchsehen. Zu langes, wolliges oder gelocktes Haar ist laut Standard ein disqualifizierender Fehler, gepflegt wird also die raue Struktur, nicht ein weiches Fell.
Was Genetiker gemessen haben
Krankheitsstudien zum Barak gibt es nach unserer Suche nicht, in der Studie von McMillan und Kollegen ist er gelistet, ohne ausgewertet zu sein. Eine Arbeit aus Bosnien und Herzegowina untersuchte 30 nicht verwandte Hunde von Züchtern aus 17 Orten mit zehn Mikrosatelliten und fand eine hohe genetische Variabilität. Von 15 Vergleichsrassen stand ihm der Tornjak am nächsten. Weil die Bestände sinken, fordern die Autoren eine Genbank und Erhaltungsprogramme (Nikitović et al. 2023). Neben der Rauhhaarigen Istrianer Bracke ist er laut dieser Arbeit einer von nur zwei international anerkannten rauhaarigen Laufhunden vom Balkan.
Passt ein Barak zu dir?
Ja, wenn du jagst oder viele Stunden pro Woche in der Natur verbringst, Fellpflege nicht scheust und einen mutigen, ausdauernden Hund mit eigenem Kopf suchst. Eher nein, wenn du in der Stadt wohnst, einen leisen Begleiter möchtest oder ihn oft allein lassen musst. Seinen glatthaarigen Nachbarn aus der Region stellt der Eintrag zum Posavski Gonič vor.
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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 155 Bosanski Ostrodlaki Gonič Barak (Stichelhaariger Bosnischer Laufhund, genannt Barak) (fci.be, deutsche Fassung vom 24.10.1996, englische Fassung vom 01.04.1996, gültiger Originalstandard vom 15.01.1973); Nikitović J et al., Genetic Diversity of Bosnian and Herzegovinian Autochthonous Dog Breed Bosnian Broken-Haired Hound-Barak, Biochemical Genetics 2023; McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024 (Rasse aufgeführt, aber nicht ausgewertet).
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