An den Kopf eines Eisbären soll sein Kopf erinnern, groß, flach und kegelförmig. Das steht tatsächlich so im FCI-Standard. Ein ausgewachsener Rüde wiegt bis zu 52 kg.
| FCI | Gruppe 1 (Hütehunde und Treibhunde), Sektion 1 Schäferhunde, Standard Nr. 201, ohne Arbeitsprüfung |
|---|---|
| Ursprungsland | Italien |
| Größe (Widerrist) | Rüden 67 bis 73,5 cm, Hündinnen 62 bis 70 cm |
| Gewicht | Rüden 40 bis 52 kg, Hündinnen 35 bis 45 kg |
| Lebenserwartung | keine belastbare Studienzahl gefunden (N/V) |
| Fell | lang, eher rau wie glattes Rosshaar, anliegend, leichte Wellung toleriert; am Rumpf bis 8 cm, deutlicher Halskragen; Unterwolle nur im Winter reichlich |
| Farben laut Standard | Weiß; Elfenbein, Blassorange oder Zitronengelb nur in beschränktem Maß toleriert; Nasenschwamm, Lefzenränder und Lidränder schwarz |
Zwei Landschaften, ein Hund
Der Doppelname erklärt die Herkunft. Ein Teil der Vorfahren schützte die Herden in den Abruzzen, wo bis heute Schafe gehalten werden. Der andere lebte bei den Hirten der Maremma in der Toskana und im Latium. Besonders nach 1860 zogen die Herden saisonal zwischen beiden Regionen hin und her, und die zwei Schläge mischten sich, schreibt der Standard. Endgültig anerkannt ist er seit dem 13.03.1956, meist heißt er kurz Maremmano.
Stolz und keinem unterwürfig
Seine Hauptaufgabe als Wächter von Herde und Hof erfüllt er laut Standard mit Umsicht, Mut und Entschlossenheit. Er ist stolz und jeder Unterwürfigkeit abgeneigt, seinem Menschen und dessen Familie aber treu ergeben. Ein Gehorsamsprofi wird er nicht, er wägt ab und handelt selbst. Er braucht als Welpe viele ruhige Begegnungen und eine klare Führung ohne Härte.
Wie weit ein Wächter läuft
Schritt und kräftiger Trab sind laut Standard seine Gangarten. Wie groß sein Revier sein kann, zeigt eine GPS-Studie aus Australien: Frei laufende Maremmanos verbrachten im Schnitt 90 Prozent der Zeit bei ihren Schafen, entfernten sich aber vor allem nachts zügig von der Herde (van Bommel und Johnson 2014). Für dich heißt das: hoher Zaun und lange, ruhige Runden.
Weißes Rosshaar pflegen
Das raue Haar verfilzt wenig. Wöchentliches Bürsten genügt meist, im Fellwechsel, wenn die Winterwolle geht, eher täglich.
Hitze und Lebensdauer
Eine Lebenserwartung in Jahren können wir nicht belegen, McMillan und Kollegen haben die Rasse nicht ausgewertet. Eine italienische Untersuchung von 4957 verstorbenen Hunden aus Tierkliniken zählt den Maremmano aber zu den Rassen mit dem niedrigsten mittleren Sterbealter, über alle Hunde lag es bei 10,0 Jahren (Roccaro et al. 2024). In Daten aus New South Wales hatte er ein erhöhtes Risiko für Hitzschlag und andere Hitzeerkrankungen (Tripovich et al. 2023). Im Sommer braucht er Schatten und Ruhe zur Mittagszeit.
Ein Hund für Menschen mit Platz
Für erfahrene Halter auf dem Land, mit Haus und großem, sicher eingezäuntem Grundstück, die einen eigenständigen Beschützer schätzen und keinen Hund brauchen, der aufs Wort gehorcht.
Wem ein Maremmano zu viel wird
Wer in der Stadt wohnt, einen Sportpartner oder Ersthund sucht oder oft wechselnde Gäste hat, wird mit diesem Wächter selten glücklich, und er mit dir auch nicht.
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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 201 Cane da Pastore Abruzzese Maremmano (fci.be, deutsche Fassung vom 16.12.2025, gültiger Standard publiziert 03.12.2025); McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024; Roccaro M et al., Factors related to longevity and mortality of dogs in Italy, Preventive Veterinary Medicine 2024; Tripovich JS et al., Incidence and risk factors of heat-related illness in dogs from New South Wales, Australia (1997 to 2017), Australian Veterinary Journal 2023; van Bommel L, Johnson CN, Where do livestock guardian dogs go? Movement patterns of free-ranging Maremma sheepdogs, PLoS One 2014.
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