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Peruanischer Nackthund

Peruanischer Nackthund, haarlos und schiefergrau, auf einem Wiesenweg

Auf Keramiken der Vicus, Mochica, Chancay und Chimú ist er zu sehen, laut FCI-Standard aus der Zeit zwischen 300 vor Christus und 1460. In Peru heißt er auch Viringo. Seine nackte Haut ist kein Pflegezustand, sondern die Folge einer Genveränderung, die zugleich das Gebiss betrifft.

FCI Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp), Sektion 6 Urtyp, Standard Nr. 310, ohne Arbeitsprüfung
Ursprungsland Peru
Größe (Widerrist) drei Größen: klein 25 bis 40 cm, mittel 41 bis 50 cm, groß 51 bis 65 cm
Gewicht klein 4 bis 8 kg, mittel 8 bis 12 kg, groß 12 bis 30 kg
Lebenserwartung keine belastbare Studienzahl gefunden (N/V)
Fell nackte Varietät ohne Haar, nur wenige Haare an Kopf, Läufen, Rute und mitunter am Rücken; behaarte Varietät mit glattem, kurzem, anliegendem Haar
Farben laut Standard Haut der nackten Varietät von Schwarz, Schiefer-, Elefanten- und Blauschwarz über alle Grautöne, Bronze, Kupfer und Dunkelbraun bis Hellblond, höchstens 20 Prozent depigmentiert; behaarte Varietät jede Farbe außer Merle

Ein Hund aus vorinkaischer Zeit

Den ersten Standard schrieb der Kynologe Ermanno Maniero, die FCI führt die Rasse unter Nr. 310 mit Spanisch als Originalsprache. Seit der Fassung von 2021 ist auch die behaarte Varietät für Ausstellung und Zucht anerkannt, um die genetische Vielfalt zu stärken.

Anhänglich und wachsam

Laut Standard ist er im Haus edel und liebevoll zu seinen Menschen, zugleich lebhaft und aufmerksam. Fremden kann er misstrauisch begegnen, als Wachhund gilt er als gut. Er braucht tägliche Bewegung, Spiel und Nähe, aber keinen Hochleistungssport.

Eine Mutation, zwei Folgen

Ursache der Nacktheit ist eine Verdopplung von sieben Basenpaaren im Gen FOXI3, das Haar und Zähne steuert. Peruanischer Nackthund, Chinese Crested und der Mexikanische Nackthund, der Xoloitzcuintle, tragen dieselbe Mutation (Drögemüller et al. 2008). Nackte Hunde sind mischerbig. Reinerbige wurden in keiner dieser Rassen gefunden, vermutlich sterben sie schon im Mutterleib (Parker et al. 2017). Bei zwei nackten Eltern betrifft das rechnerisch ein Viertel der Anlagen. Der Standard verbietet die Verpaarung zweier behaarter Hunde, behaarte dürfen nur mit nackten verpaart werden.

Zahnlücken stehen im Standard

Das Gebiss der nackten Varietät ist laut Standard fast immer unvollständig, fehlende Zähne werden akzeptiert; die behaarte muss ein vollständiges haben. Schädel nackter Hunde aus einem historischen Zuchtversuch zeigten fehlende bleibende Eck- und Vorbackenzähne, teils auch Schneidezähne, und Backenzähne mit fehlenden Höckern (Kupczik et al. 2017). Weil hier gezielt ein Merkmal vermehrt wird, das zwangsläufig mit Zahnverlust einhergeht, führen wir die Rasse als Qualzucht.

Haut statt Fell im Alltag

Laut Standard gibt die nackte Haut Wärme direkt ab, sie hat keinen Schutz durch Haar. Im Winter braucht er einen Mantel, im Sommer Schatten und Sonnenschutz, abgestimmt mit der Tierarztpraxis. Eine belastbare Zahl zur Lebensdauer fehlt.

Wenn du ihn trotzdem willst

Lass dir Gebiss und Haut beider Elterntiere zeigen, frag, wie die Verpaarung geplant ist, und rechne mit Hautpflege und Kleidung als Dauerausgabe.

Lieber nicht, wenn

du einen robusten Begleiter für jedes Wetter suchst oder fehlende Zähne für eine Nebensache hältst.

Peruanischer Nackthund, haarlos und schiefergrau, auf einem Wiesenweg

Bevor du dich festlegst, hilft der Rasse-Test, ausführlicher unser Buch „Welcher Hund passt WIRKLICH zu dir?“. Reizt dich vor allem der schlanke, ursprüngliche Typ, lohnt ein Blick auf Urtyp-Hunde mit Fell wie den Basenji, den Cirneco dell'Etna oder den Podenco Ibicenco; alle Rassen versammelt das Rasselexikon. Auch Tierheime und Vermittlungsvereine suchen für Windhund- und Urtyp-Mischlinge ein Zuhause. Für die ersten Wochen gibt es das kostenlose Welpen-Startpaket.

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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 310 Perro sin pelo del Perú (Peruanischer Nackthund) (fci.be, englische Fassung vom 26.10.2021, gültiger Standard publiziert 15.09.2021, keine deutsche Fassung) und FCI-Rassenseite Nr. 310; Drögemüller C et al., A mutation in hairless dogs implicates FOXI3 in ectodermal development, Science 2008; Parker HG et al., The bald and the beautiful: hairlessness in domestic dog breeds, Philosophical Transactions of the Royal Society B 2017; Kupczik K et al., The dental phenotype of hairless dogs with FOXI3 haploinsufficiency, Scientific Reports 2017; McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024 (Rasse nicht enthalten).

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Das Print My Pet Team

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